Mit einer Lebenszeitprävalenz von 8 Prozent bei Männern und 20 Prozent bei Frauen gehört die Posttraumatische Belastungsstörung zu einer der häufigen psychischen Störungen.

Auslöser kann ein traumatisches Ereignis oder eine andere sehr belastende Situation sein. Die PatientInnen haben oft sogenannte Flashbacks in denen Sie sich gegen Ihren Willen an die belastende Situation erinnern.

Angst, Schlaflosigkeit und andere Stressreaktionen können die Folge sein.

Trauma-fokussierte kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition hat sich bis jetzt als sehr effektive Behandlung für PTBS bewiesen. Aber nicht allen PatientInnen kann damit geholfen werden. In einer Studie die von einem Team rund um Dr. Olff am Department of Anxiety Disorders der Universität Amsterdam durchgeführt wurde, wurde die unterstützende Wirkung von Atembiofeedback auf PTBS untersucht. Die PatientInnen wurden entweder einer Gruppe mit Standard kognitiver Verhaltenstherapie oder einer Gruppe mit unterstützender Atembiofeedbackbehandlung zugeteilt.

Ergebnisse und Fazit
Atembiofeedback erwies sich als praktische und leicht zu ergänzende Behandlungsmethode. In beiden Gruppen zeigten sich positive Effekte. In der Atembiofeedback-Gruppe zeigte sich jedoch eine signifikant schnellere Symptomreduktion.

Diese Ergebnisse stützen die Idee, dass Biofeedback eine gute Ergänzungsbehandlung bei PTBS sein kann. Weitere Forschung in diesem Gebiet ist also anzuraten.

 

Quellen:

Polak, A. R., Witteveen, A. B., Denys, D., & Olff, M. (2015). Breathing biofeedback as an adjunct to exposure in cognitive behavioral therapy hastens the reduction of PTSD symptoms: a pilot study. Applied psychophysiology and biofeedback, 40(1), 25-31.

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Weitere Infos über PTBS: http://www.psychologie-verhaltenstherapie.com/infos-zu-ptbs-ptb-ptsd-trauma.html




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