Hyperventilation

DAS PRINZIP

Als chronische Krankheit oder periodisch in Folge von psychischen Belastungen auftretend, verursacht Hyperventilation klinisch eine Reduktion der peripheren und zentralen Durchblutung sowie eine Steigerung der sympathischen Aktivität und Reduktion des Vagotonus. Dies äußert sich bei den Betroffenen in einer Reihe körperlicher Beschwerden (Herzklopfen, Schwindel, Anspannung, Angst, Erstickungsgefühl u.ä.). Im deutschsprachigen Raum kaum diagnostiziert, wird das Hyperventilationssyndrom kaum als solches behandelt. Vielmehr werden die Symptome oft fälschlicherweise anderen organischen Erkrankungen wie primären Herz-Kreislauferkrankungen zugeschrieben.

 

DIE BEHANDLUNG

Durch wiederholte Durchführung von willentlicher Hyperventilation werden die somatischen Beschwerden provoziert. Diese erlebten Beschwerden werden nach der Hyperventilationsepisode diskutiert - damit soll eine Reattribution der ursprünglich möglicherweise auf eine schwere, unbekannte organische Erkrankung zurückgeführten Beschwerden erreicht werden. Das Training der Bauchatmung und langsamer tiefer Atmung wird durch die Rückmeldung der Atemkurve unterstützt und bewirkt eine Verminderung der Atemfrequenz. In Kombination damit führt eine passive Atemrückmeldung über Erhöhung des Vagotonus schließlich zu Entspannungsvertiefung.

 EFFEKTIVITÄT

Nach ca. 8 bis 16 Sitzungen stellen sich je nach Behandlungsaufbau dauerhafte Erfolge ein:

-Reduktion der Beschwerdehäufigkeit

- Positive Veränderung der Krankheitsbewältigung: Reattribution der Beschwerden von unbekannten organischen Erkrankungen auf das eigene Verhalten.